Wanderreitstation eingeweiht

 
einweihung wanderreitstationHunding (vgl). Freiheit und Natur genießen auf dem Rücken eines Pferdes, ein Erlebnis, das Reiter nicht mehr loslässt. Auch im „Goldgräberdorf“ Hunding hat sich bereits vor Jahren eine Gruppe von Freizeitreitern gebildet, die diesem Hobby frönt. So hat sich die Ortschaft in den letzten Jahren zu einem Anlaufpunkt für Freizeitreiter entwickelt. Hunding ist Knotenpunkt von zwei von der Arbeitsgemeinschaft „Ross und Reiter in Ostbayern“ ausgewiesenen über­regionalen Hauptwanderrouten für Reiter. Die Gemeinde selbst hat drei eigene Reitwander­wege ausgewiesen und beschildert. Bürgermeister Ferdinand Brandl, selbst ein leidenschaft­licher Reiter, sieht in dem Angebot an Wanderreitwegen einen kleinen Mosaikstein zur An­kurbelung des Tourismus. Schließlich werden die Pferdefreunde immer mehr. Die Hundinger bieten auch Wochenendwanderreittouren mit Vollpension für Pferd und Reiter an. Was noch fehlte ist eine Wanderreitstation als einfaches Quartier für Ross und Reiter auf der Durch­reise. Entstanden ist es durch den Ausbau eines Stadels südöstlich von Hunding. Im „Pow­derhornsaloon“, wo beim „Goldgräberfest“ bei guter Live-Musik meist eine Riesenstimmung herrscht, können Wanderreiter Zwischenstation einlegen. Zustande gekommen ist das Projekt als Kooperation zwischen dem Grundstückseigentümer Erwin Weber und den „Hun­dinger Reitern“. Die Angrenzer Josef Stangl und Ludwig Arbinger haben ihren Teil zum Ge­lingen beigetragen. Trotzdem erwies sich die planungsrechtliche Ausweisung des Areals als schwierig. Die Baugenehmigung ist erst teilweise umgesetzt. Was noch fehlt sind sanitäre Anlage, Duschen und eine Küche. Nach Möglichkeit sollen sie in den nächsten Jahren ent­stehen. Gemeinde und Betreiber erhoffen sich dafür eine Förderung aus dem neuen EU-Förderprogramm ELER. Eine Anmeldung zum nächsten regionalen Entwicklungskonzept des Landkreises ist erfolgt.

Auf Wunsch vieler Pferdefreunde wurde die Wanderreitstation jetzt eingeweiht. Gerhard Weber als Sprecher der „Hundinger Reiter“ konnte fast 150 Gäste begrüßen, unter ihnen auch viele Mitglieder von Country- und Westernclubs. Am weitesten waren Gäste aus Am­berg angereist. Bürgermeister Brandl blieb es vorbehalten, die Entstehungsgeschichte der neuen Wanderreitstation zu schildern. Die Weihe nahm der frühere Lallinger Pfarrer Johannes Spitaler vor, ein bekennender Westernfan und treuer Besucher des „Goldgräber­festes.
In einer Schweigeminute gedacht wurde „Buffalo“ Werner Stocker, der im Sommer dieses Jahres einer heimtückischen Krankheit erlegen ist. Er war seit vielen Jahren mit seinem Westernshop ein festes Bestandteil des Goldgräberfestes und den Insidern bekannt. Die musikalische Umrahmung der Einweihungsfeier hat Joe Mills übernommen, dessen Country­musik den Fans des „Goldgräberfestes“ durch mehrere Auftritte bekannt ist.