DQHA Gründungsvorstand und Hall of Fame Mitglied Jean-Claude Dysli verstorben

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Foto: Karin Walter

Am gestrigen Sonntag, 15. Dezember 2013, ist Jean-Claude Dysli an Herzversagen gestorben. Erst vergangene Woche war sein American Quarter Horse Hengst Okie Isma Dad für immer eingeschlafen, dem er nun folgt.

Schön früh fand der bekannte Horseman seine Liebe zu American Quarter Horses. Im November 1961 sah er im berühmten Cow Palace in San Francisco zum ersten Mal eine Rodeo Horse Show und war sofort fasziniert von der Westernreitweise: Pferde, die unglaubliche Manöver mit lediglich einem Stück Leder über der Nase ausführten, in nie gesehener Eleganz und Leichtigkeit. Das MUSSTE er einfach lernen.

Von Tom Dorrance und Ray Hunt lernte er in den darauffolgenden Jahren den feinfühligen Umgang mit dem Pferd und ein einzigartiges Verständnis für die Psyche des Tiers. Ein völlig neuer Weg, denn bislang waren die Ausbildungsmethoden häufig hart gewesen, schmerzhaft und setzten auf totale Unterwerfung.

1969 kaufte Dysli seine erste eigene Ranch, die er California Training Stables nannte. Gegen Ende der 60er Jahre wuchs plötzlich auch in Europa das Interesse an American Quarter Horses und Jean-Claude begann diese vielseitige Rasse nach Deutschland zu importieren. In den Jahren 1972 und 1973 folgten auf Einladung die ersten erfolgreichen Auftritte auf der Equitana in Essen. Von da an begann der Siegeszug einer einzigartigen Rasse.

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Horst Köhn mit Jean-Claude Dysli im Jahr 1983, Foto: Privat

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Sein letzter großer Auftritt auf der Americana 2013, Foto: Carola Steen

Jean-Claude Dysli wurde gemeinsam mit Kurt Lissner, Günther Schleiermacher, Horst Geier, Otto Nockemann, Jürgen Schmid und Siegfried Elandt1975 in Erfstadt von 36 Interessenten (Gründungsmitgliedern) zum ersten Vorstand (Gründungsvorstand) der Deutschen Quarter Horse Association gewählt, wofür er 2010 zudem in die DQHA Hall of Fame aufgenommen wurde.
Als Horseman und erfahrener Ausbilder gab er in den letzten Jahren sein Wissen an die nächste Generation weiter und all das, wofür er sich mit Leib und Seele einbrachte: Respekt und Liebe für das Pferd.

 

Textauszüge von Hans-Peter Kind, Quarter Horse Journal 02-2012

 

Weitere Quellen:

www.jcdysli.de

www.lbranch.de